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Unser Ansatz: My Fertility Matters – Meine Fruchtbarkeit zählt!
 Wertschätzung des eigenen Körpers und Körperkompetenz

Seit den 1980er Jahren wurde an der Uni Düsseldorf die größte europäische Datenbank mit inzwischen 43.000 Zyklusaufzeichnungen aufgebaut. Nach vorliegenden Untersuchungsergebnissen müssen viele Lehrmeinungen zu Zyklusgeschehen und Fruchtbarkeit dringend aktualisiert werden.
Wissenschaftler sind überrascht, wie viele Frauen, nur durch die Beobachtung ihrer Körperzeichen und ausgestattet mit dem nötigen Hintergrundwissen, selbst über  Zyklusphase und Fruchtbarkeitsstatus Bescheid wissen können. Diese Körperkompetenz gibt Frauen (Selbst)-Sicherheit und ein neues Wohlbefinden in ihrem Körper. Viele drücken ihr Bedauern darüber aus, diesen Wissensschatz nicht schon früher kennen gelernt zu haben.

Wie Mädchen und Jungen ihren eigenen Körper erleben und bewerten, hat großen Einfluss auf ihr Selbstbild und ihr Lebensgefühl. Sich als Mann oder Frau zu bejahen ist eine der entscheidenden Entwicklungsaufgaben junger Menschen. Sie dabei zu unterstützen heißt auch, sie altersgerecht vorzubereiten. Am besten geschieht dies am Anfang der Pubertät, wenn sie noch offen und begeisterungsfähig sind. Besonders wichtig ist es, sie nicht emotional zu überfordern, sondern sie  ihrem Entwicklungsstand entsprechend abzuholen. Um bei jüngeren Mädchen und Jungen Schamverletzung und Peinlichkeit zu vermeiden, sollen Männer mit Jungen und Frauen mit Mädchen im geschützten Raum und geschlechtsgetrennt arbeiten. Bei älteren Jugendlichen stehen Austausch, respektvoller Umgang und  „Voneinander-Lernen“ im Vordergrund, hier ist der Klassenverband sogar nützlich.

Wertschätzende Sprache:


Um die Menschen von ihrem Körper zu begeistern, müssen wir ihr Herz berühren, denn Wertschätzung ist Herzenssache! Deshalb verknüpfen wir die biologischen Fachbegriffe mit emotional berührenden, positiv besetzten Symbolen und Vergleichen. Damit erhält der Fachbegriff automatisch eine positive Konnotation und es fällt leichter, ihn selbst zu gebrauchen. So sind z.B. die Östrogene die „besten Freundinnen der Frau“, die Menstruation wird zum „reinsten Luxus“, und Binden und Tampons werden zu „Luxusartikeln“! Auch Erwachsenen tut es gut,  ihre eigenen Körperorgane und –funktionen  in einem positiven Licht zu sehen. MFM-ReferentInnen werden zu „Geschichtenerzählern“, denen es gelingt, selbst komplexe biologische Vorgänge mit Bildern und kleinen Geschichten nachvollziehbar zu machen.

Kostbare Materialien: 


Wir verzichten bewusst auf Folien, Videos oder Filme, sondern arbeiten mit einer Fülle von anschaulichen, aufwändig und liebevoll zusammengestellten, farbenfrohen Materialien. Weil wir wissen, dass allzu realistische biologische Abbildungen gerade bei Kindern Abwehr auslösen, achten wir auf ansprechende Bilder und Symbole. Die Geschlechtsorgane werden als Bodenbild mit edlen Stoffen so dargestellt, dass die Mädchen und Jungen spüren, dass es sich um etwas Kostbares handelt.

Der Eierstock mit Östrogenfreundinnen

Lernen mit allen Sinnen:


Um die Faszination des eigenen Körpers am eigenen Körper zu erleben, genügt es nicht, zuzuhören oder Bilder anzuschauen. Je nach Altersgruppe werden gerade unsere jüngeren Teilnehmer mit viel Bewegung und begleitender Musik in einer Art interaktiver Mitmach-Workshop ganzheitlich hineingenommen ins Geschehen. Sie schlüpfen selbst in verschiedene Rollen, es gibt süße Überraschungen zu essen und zu trinken, sie dürfen tasten und ausprobieren und am Ende wartet ein Erinnerungsgeschenk.

Für eine gute Vorbereitung der Mädchen auf ihre erste Blutung gilt es, den Fokus nicht auf die Blutung selbst, sondern auf das gesamte zyklische Geschehen zu richten. Nur im Gesamtzusammenhang kann die Blutung als das gesehen werden, was sie in Wahrheit ist, nämlich ein Ausdruck von Reichtum und Überfluss des weiblichen Körpers.
Weiterhin gilt es, das Faktenwissen mit dem Erleben im eigenen Körper in Verbindung zu bringen, d.h. die „Geheimcodes“ der Körpersymptome zu entschlüsseln, um dadurch die jeweils aktuellen Vorgänge nachvollziehen und verstehen zu können. Dieser Transfer führt zur Beruhigung, ja mitunter gar  zu Freude und Stolz über die großartige Logik des Körpers. Jetzt können die vielen normalen Erscheinungen unterschieden werden von echten Störungen, die einer weiteren Behandlung bedürfen. Jetzt ist ein Mädchen bzw. eine Frau in der Lage, z.B. ihr natürliches, hormonell bedingtes Brustspannen, einen Ovulationsschmerz oder eine Zyklusverschiebung als solche zu erkennen oder aber einen krankhaften Ausfluss vom natürlichen Scheidensekret zu unterscheiden. Jetzt wird sie – bei Kinderwunsch – ohne Hilfe von außen - die fruchtbare Zeit richtig erkennen.

Anstatt auf die mit der Geschlechtsreife verbunden Gefahren einzugehen, wählt das MFM-Programm einen strikt ressourcenorienterten Ansatz: Wir vertrauen darauf, dass Menschen, die ihren Körper als Schatz, als etwas Wertvolles begreifen, für sich selbst Verantwortung übernehmen und sich „automatisch“ schützen wollen. Das ist die Hypothese, mit der das MFM-Programm seit 15 Jahren erfolgreich arbeitet. Die Wertschätzung des eigenen Körpers ist DIE Grundprävention, auf der alles andere aufbaut. Es geht nicht darum, sich vor der Fruchtbarkeit zu schützen, sondern sie zu „beschützen“! 
Das gilt für die achtsame Entscheidung, Sexualkonakt aufzunehmen oder nicht, genauso wie für die überlegte Auswahl einer Methode zur Empfängnisregelung. Das gilt für den sorgfältigen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten genauso wie für das vorsichtige Verhalten bei übergriffiger Anmache im Chatroom.

Mut machenDas MFM-Programm für ältere Jugendliche legt den Schwerpunkt auf Informationsvermittlung, Ermutigung zum Abwägen auf der Grundlage einer „informed choice“ und auf  Eigenverantwortung. Wir glauben, dass es keine einfachen Lösungen gibt, dass alles seinen Preis hat und wir den auch nennen müssen, dass wir  als Gesellschaft keine Lösungen vorgeben und keine Entscheidungen abnehmen dürfen, dass wir auch unbequeme Informationen zumuten müssen.

Selbstwertgefühl stärkenSich selbst zu bejahen ist gerade in der Pubertät eine große Herausforderung. Deshalb gilt es, die Mädchen und Jungen in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen ihre Einzigartigkeit ins Bewusstsein zu bringen. Unsere wichtigste Botschaft lautet: „Du bist zweifacher Sieger, schon seit dem ersten Augenblick Deines Lebens! Du bist gut und richtig, so wie Du bist und es ist gut, dass es Dich gibt!“

Trotz Informationen aus Medien und Biounterricht sind die Eltern die wichtigsten Ansprechpartner ihrer Kinder. Das MFM-Programm will sie ins Boot holen und sie in ihrer Erzieherrolle stärken und damit für Nachhaltigkeit sorgen. In einem Vortrag werden auch sie auf eine neue, wertschätzende Art mit den faszinierenden Körpervorgängen vertraut gemacht. Diese Informationen bedeuten auch für die Erwachsenen oftmals die erste Begegnung mit diesem Wissensschatz, so dass sie das Wunder ihres Körpers „mit dem Herzen“ verstehen können und erfahrungsgemäß auch persönlich davon profitieren. Durch den gleichen Wissensstand und die gleiche Sprache wird zwischen Eltern und Kindern eine gemeinsame Kommunikationsebene geschaffen, die einen ungezwungenen Austausch in der Familie ermöglicht.

Elternvortrag

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